Missbrauch in Jesuiten-Schulen

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Missbrauch in Jesuiten-Schulen

Beitragvon pete » 03.02.2010, 23:16

Nur "Spitze des Eisbergs"?
Der Missbrauchsskandal an deutschen Jesuiten-Schulen weitet sich aus. Dutzende Opfer haben sich bereits gemeldet. Bei den Untersuchungen der Missbräuche in den 70er und 80er Jahren stieß der Orden inzwischen auf einen dritten verdächtigen Pater. Den Stein ins Rollen brachte der Leiter des Berliner Canisius-Kollegs in Berlin, Klaus Mertes. Die Lehrer waren damals an dieser Schule beschäftigt und wurden später lediglich an andere Schulen versetzt. Dort setzten sie ihre Taten fort. Mertes glaubt, "dass das erst die Spitze des Eisbergs ist".

Quelle: ORF Online


Kindesmissbrauch in USA, Australien, Irland, Österreich etc. und jetzt in Deutschland.
Langsam ermüdend...
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Beitragvon Brody » 18.02.2010, 20:41

Das sagt die Schönborn dazu:

Katholische Nachrichten hat geschrieben:Missbrauch in der Kirche: "Es ist eine Schande"
...
Die besten "Public Relations für die Kirche" seien nicht die großen "Events", sondern das "selbstlose Beten, Fasten, Almosengeben", betonte Kardinal Schönborn. Es gebe nichts Schöneres im menschlichen Leben als "selbstlose Gottes- und Nächstenliebe". Ein chinesisches Sprichwort besage: Wer sich selber anschaut, leuchtet nicht. Auch eine Kirche, die zu sehr besorgt ist, wie ihre "Public Relations" aussehen, leuchte nicht, sagte der Wiener Erzbischof: "Aber wenn wir umkehren zum Herrn und in selbstloser Einfachheit das Gute tun, beten und dem Nächsten dienen, dann strahlt die Kirche".
[align=right]Quelle: Kath.net[/align]


Ist das echt die Lösung?
Natürlich, wenn die Geistlichen statt sich an Kindern zu vergehen beten tun sie zumindest niemand weh, so gesehen ist es richtig. Aber man kann doch nicht jeden Blödsinn den jemand macht einfach aus der Welt beten.
Und was bringt es bitte wenn man zugibt, dass es eine Schande ist, aber die Verursacher nicht von Kindern fern gehalten werden. Eine Logik ist das :roll:
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Neues von der Missbrauchsfront...

Beitragvon pete » 02.03.2010, 16:02

Verein droht mit Enttarnung von Missbrauchspriestern

Die österreichischen Bischöfe sehen sich während ihrer Frühjahrsvollversammlung mit einer heftigen Drohung konfrontiert. Der Verein "Priester ohne Amt" (Priester, die wegen einer Eheschließung ihr Amt nicht mehr ausüben dürfen) droht, wegen Kindesmissbrauchs verurteilte und in der Seelsorge tätige Priester auf eigene Faust zu enttarnen.

Der Verein forderte die Bischofskonferenz auf, alle Priester aus dem Seelsorgedienst zu entfernen, die wegen Kindesmissbrauchs bereits rechtskräftig verurteilt sind. "Zurzeit sind in Österreich noch mehrere solcher Priester in fast allen Diözesen tätig. Wenn die Österreichischen Bischöfe nicht handeln, sehen wir uns zum Schutz der Kinder gezwungen, ihre Namen zu veröffentlichen", erklärte der Verein in einer Aussendung.

Wenn ein Priester öffentlich zu seiner Liebe zu einer Frau und zu seinen Kindern stehe, werde er hingegen "zum Schaden der Seelsorge gnadenlos aus dem priesterlichen Dienst entlassen", obwohl er damit kein Gebot Gottes verletze. Das Recht auf Ehe sei nicht nur ein allgemeines Menschenrecht, sondern auch ein Naturrecht, unterstrich der Verein.

Quelle: ORF Online


Na, da bin ich aber schon ziemlich gespannt auf die Reaktion der Kirche...
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Beitragvon ideal1 » 05.03.2010, 12:43

wenn ich den hass auf die katholische kirche in energie verwandeln könnte,
braucht die welt keine kraftwerke mehr :wallb:
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Beitragvon pete » 06.03.2010, 13:17

Männliche Prostituierte vermittelt

Der Vatikan steht im Mittelpunkt eines Sexskandals: Ein Chorsänger aus dem Petersdom soll männliche Prostituierte vermittelt haben. Zu seinen Klienten gehörte offenbar auch ein hoher Staatsbeamter, der sich im direkten Umfeld von Papst Benedikt XVI. bewegte.
Das berichteten italienische Zeitungen in den vergangenen Tagen und der "Spiegel" (Online-Ausgabe) am Freitag. Sie veröffentlichten auch Mitschnitte aus delikaten Telefonaten.

Polizei liegen Tonbänder vor
Der in Rom lebende Nigerianer Chinedu Thomas Ehiem (40), ein Chorsänger des Vatikans, hatte dem hohen italienischen Staatsbeamten Angelo Balducci gegen Geld junge männliche Prostituierte vermittelt.

Am Mittwoch hatte die italienische Tageszeitung "La Repubblica" erstmals darüber berichtet. Auch andere Zeitungen, wie etwa der britische "Guardian" und die "New York Times", zitierten aus Tonbändern, die der Polizei vorliegen und auf denen zu hören ist, wie die beiden Männer am Telefon ihre Geschäfte abwickelten.

Fußballer, Tänzer, Seminaristen
Ehiem sagte dabei unter anderem: "Ich habe da einen aus Neapel, einen Kubaner, einen Deutschen, gerade aus Deutschland eingetroffen, zwei Schwarze, einen Fußballer, einen Tänzer der RAI (des staatlichen Fernsehens)", heißt es laut der Tageszeitung "Libero" in einem Mitschnitt.

Auch Priesterseminaristen sollen zu den jungen Männern gehört haben, die Ehiem an Balducci weiterreichte. In einem Gespräch kommt die Frage auf, wann denn der Jüngling "wieder im Seminar" sein müsse.

"Bin im Vatikan, kann jetzt nicht sprechen"
Manchmal aber auch zeigt sich "Mike" - so nannte Balducci den Nigerianer - kurz angebunden und antwortet mit einer knappen SMS: "Bin im Vatikan, kann jetzt nicht sprechen."

Denn "Mike" alias Thomas sang in seiner Freizeit in der "Cappella Giulia" mit, dem zweitwichtigsten Chor in Sankt Peter nach den Sängern der Sixtinischen Kapelle.

"Ehrenmänner Seiner Heiligkeit"
Auch Angelo Balducci ging im Vatikan ein und aus. Als Präsident des Obersten Rates für Öffentliche Arbeiten war er einer der mächtigsten Beamten Italiens, gebot über Millionenaufträge und konnte öffentliche Ausschreibungen gezielt steuern.

Der ältere weißhaarige Herr zählte zu den "Gentiluomini di Sua Santit", der "Ehrenmänner Seiner Heiligkeit", des Papstes. Bei besonderen Anlässen war er als ehrenamtlicher Diener in der Residenz von Papst Benedikt XVI. tätig.

Balducci wegen Bestechung in Haft
Jetzt allerdings sitzt Balducci zusammen mit zwei weiteren Spitzenbeamten und einem Bauunternehmer in Haft, weil er systematisch Bauaufträge des italienischen Zivilschutzes verschoben haben soll, zum Beispiel nach dem Erdbeben von L'Aquila, aber auch für den G-8-Gipfel von 2009.

Bei den sexuellen Eskapaden des katholischen Familienvaters Balducci dagegen handelte es sich nicht um Bestechungsleistungen - er zahlte alles aus eigener Tasche.

"Nebeneffekt" von Korruptionsermittlungen
Am Rande der monatelangen Korruptionsermittlungen protokollierten die Carabinieri auch die Sextelefonate mit. Weil diese jetzt auch Bestandteil der Ermittlungsunterlagen sind, stand ihr Wortlaut bald in allen italienischen Tageszeitungen.

"Du kassierst immerhin 2.000 Euro"
Neben Ehiem war für Balducci auch ein zweiter Vermittler am Werk, der Italiener Lorenzo Renzi, der es laut "La Repubblica" im Gespräch mit einem Callboy nicht an Deutlichkeit mangeln lässt.

"Du kassierst immerhin 2.000 Euro. Also geh' mir nicht auf die Nerven. Leg ein bisschen Musik auf, wirf eine Viagra ein, und los geht es", zitiert die Zeitung einen Telefonmitschnitt.

Vatikan geht auf Distanz
Ehiem war nach Auffliegen des Skandals seinen Platz in der "Cappella Giulia" sofort los. Der Vatikan betonte, Ehiem sei weder Priester noch sonst in irgendeiner kirchlichen Funktion tätig. Ansonsten äußerte sich der Heilige Stuhl bisher nicht zu den Vorfällen.

Quelle: ORF Online


Wird ja immer besser! :wohow:

Arrr!
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Salzburg St. Peter

Beitragvon Brody » 09.03.2010, 13:45

(SN). Der Erzabt von St. Peter in Salzburg-Stadt, Bruno Becker OSB, hat am Montag erklärt, dass es durch ihn vor mehr als 40 Jahren zu einer sexuellen Missbrauchshandlung an einem damals Minderjährigen gekommen sei. Es habe sich um einen "einmaligen Fall" gehandelt. "Ich habe dem zuständigen Ordensoberen meinen Rücktritt angeboten", teilte der Benediktinerpater am Montag mit.

Zum Zeitpunkt der Tat war
Becker 24 Jahre alt und noch nicht Priester. Sein Missbrauchsopfer war zwölf Jahre alt. Seit damals soll es laut Becker "keinen einzigen Vorfall dieser Art mehr gegeben" haben.
Laut Auskunft der Erzdiözese Salzburg ist der Übergriff damit zwar rein rechtlich bereits verjährt. "Es gibt darüber hinaus für einen Priester aber eine besondere moralische Verantwortung", sagte Prälat Johann Reißmeier, der Ombudsmann der Erzdiözese für Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester. "Deshalb hat Erzbischof Alois Kothgasser dem Erzabt den Rücktritt nahegelegt", sagte er.

Das Gespräch zwischen Erzabt Bruno Becker und Salzburgs Erzbischof Kothgasser hat am Montag stattgefunden. Um 17.22 Uhr teilte die kirchliche Pressestelle mit, dass der Erzabt seinen Rücktritt angeboten habe.

Rechtlich zuständig ist freilich nicht Kothgasser, sondern der nächsthöhere Obere des Benediktinerordens in Österreich, Abtpräses Christian Haidinger vom Stift Altenburg in Niederösterreich. Wie die SN über Nachfrage aus Wien in Erfahrung bringen konnten, dürfte der Rücktritt bald angenommen werden.

Der Vorfall kam durch die Ombudsstelle gegen sexuellen Missbrauch der Erzdiözese Wien ins Rollen. Der Betroffene hatte sich nach der Wahl von Becker zum Erzabt von St. Peter im Herbst 2009 gemeldet. In einem Gespräch am 22. November 2009 in Wien, bei dem auch der Ombudsmann und eine weitere Vertrauensperson des Betroffenen anwesend waren, hat Erzabt Becker den Betroffenen um Verzeihung für das vor über 40 Jahren Geschehene gebeten und seine Reue zum Ausdruck gebracht.

Becker hat über diesen Vorfall die zuständigen Oberen, Abtpräses Haidinger und Erzbischof Kothgasser, informiert. Ein Gesprächsangebot über Vermittlung des Erzbischofs wurde dem Betreffenden übermittelt, aber nicht beantwortet.

Erzabt Bruno hat seinem zuständigen Ordensoberen seinen Rücktritt angeboten. In der Zwischenzeit übernimmt der Prior die Amtsgeschäfte. An der gewissenhaften Aufarbeitung des bedauerlichen Vorfalls werde mit Verantwortungsbewusstsein gearbeitet, heißt es.

Im Gefolge der Affäre Groer wurden in allen neun Diözesen Ombudsstellen eingerichtet, an die sich Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche wenden können. Erst in der Vorwoche hat die österreichische Bischofskonferenz beschlossen, bundesweite Regeln für den Umgang mit Missbrauch zu erarbeiten. Anlass war das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen aus den 1970er- und 1980er-Jahren in Deutschland.

Quelle: Salzburger Nachrichten


Ärgstens! :wohow:
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